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Für den Jahreswechsel 1999/2000 waren beliebige Katastrophe vorhergesagt.
Die Computer sollten reihenweise ausfallen, der Strom sollte wegbleiben
und ob das Telefon noch funktionieren würde war ebenfalls in Frage
gestellt. All diese Katastrophe trafen bei uns tatsächlich ein. Schuld war
jedoch nicht der Wechsel des Datums von 1999 nach 2000 sondern das Sturmtief
Lothar, |
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welches ohne vorherige Warnung über uns
hereinbrach. Tagelang gab es in Waldrennach keinen Strom und damit auch in
fast allen Haushalten keine Heizung.
Viele Strassen waren erst nach Tagen wieder passierbar. Viele Waldwege sind
heute noch nicht wieder frei. Die ganze Gegend, besonders der Wald an den
Westhängen, war ein einziges Trümmerfeld. |
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Es war im wahrsten Sinne des
Wortes zum Weinen. Rund 30 Prozent des Waldes in unserer Gegend wurde ein
Opfer des Sturmes. Große Schneisen mit einem Gewirr aus umgestürzten und
abgebrochen Bäumen überall in den Wäldern des Schwarzwaldes.Auch unser kleines Waldstück war in diesem Ausmaß betroffen. Doch viel Zeit
zum Traurigsein blieb uns nicht. Schon im Januar begannen wir mit den
Aufräumungsarbeiten im Wald. Es galt jetzt zu retten was noch zu retten war. |
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ganze Familie half mit. Ulla konnte ich kaum von der Motorsäge trennen.
Sie kämpfte sich mit der Motorsäge bewaffnet und all ihrer Energie durch das
Gestrüpp aus Ästen und umgestürzten Bäumen, so dass sie manchmal kaum mehr zu
finden war. Wir mussten sie fast zum Pausemachen zwingen. Nach drei Wochenenden harter Arbeit war fast kein
Fortschritt zu sehen. Die 8 großen umgestürzten Obstbäume waren aufgeräumt. Um
unseren Grillplatz und entlang dem Zufahrtsweg zum Haus war aufgeräumt. Aber die
Hauptarbeit mit den größten Schäden war noch nicht mal angegangen. |
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Es war zum verzweifeln. Ein Ende der Arbeit war nicht abzusehen. Das Chaos
war einfach zu groß. Alleine mit der Arbeit an den Wochenenden war das nicht zu
schaffen.
Wir kamen alleine nicht durch das Dickicht von umgestürzten Bäumen. Außerdem war
das ganze nicht ungefährlich, da viele umgestürzten Bäume erheblich unter
Spannung standen. Die
Gefahr, dass so ein Baumstamm bei Entlastung jemanden von uns trifft war nicht
unerheblich. |
| Nach Rücksprache mit dem Fortsamt in Neuenbürg gelang es durch Vermittlung
von Förster Knödler (an dieser Stelle vielen Dank an Herrn Knödler, welcher sehr
hilfsbereit und zuvorkommend war) einen Trupp Waldarbeiter
mit der schweren Arbeit zu beauftragen. Die Waldarbeiter benötigten dann
immerhin ca. 14 Arbeitstage um dem Chaos Herr zu werden. Zum Glück konnte ein
Teil des Holzes zum Verkauf gebracht werden, so dass die finanziellen
Aufwendungen etwas reduziert werden konnten. Trotzdem haben wir uns bis
auf weiteres keine Sorgen mit der Brennholzbeschaffung. |
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Überall stehen jetzt die
Holzstösse zur weiteren Bearbeitung auf unserem Grundstück. Die Arbeit ist jedoch nicht beendet. Bis der Wald wieder 'aufgeräumt' ist,
und wieder neue Pflanzen nachgepflanzt sind, werden sicherlich noch ein paar
Jahre vergehen. Die vom Sturm geschlagenen Lücken im Wald werden noch sehr lange
zu sehen sein. |