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Das Bergwerk "Frischglück"
 Zu
den wohl
interessantesten
Ausflugszielen
unserer
Gegend
zählt
das
zwischen Waldrennach und Neuenbürg gelegene Besucher-Bergwerk "Frischglück"-Grube.
Die Frischglück- Grube ist eines
jener sagenumwobenen, alten Eisenerzbergwerke, in denen die Bergmänner in
Schwerstarbeit nach Eisen geschürft haben und sie ist Teil des historischen
königlich- württtembergischen
Eisenerzbergwerks des Neuenbürger Gangreviers.
Schon Kelten und Römer haben hier
nach Erz gegraben und Eisen geschmolzen. Seine Blütezeit erreichte der Bergbau
im Neuenbürger Revier im 18. Jahrhundert. Aus dieser. Zeit sind noch viele
Arbeitsspuren und Abbau-Techniken der alten Bergleute zu sehen.
In der Zeit des Mittelalters ja sogar bis in das 19. Jhdt. wurde in
Neuenbürg Eisenerz abgebaut. Die Gruben wurden mit der zunehmenden
Industrialisierung unwirtschaftlich, geschlossen und vergessen.
Das Eisenerz lagert in tiefen
Spalten des Buntsandsteins. Die Gänge entstanden hier etwa zur gleichen Zeit
wie die Alpen, also etwa vor 15-20 Millionen Jahren. Heiße Lösungen brachten
Eisenerz und Schwerspat aus der Tiefe mit. Abgebaut wurde das Eisenerz zuletzt
von 1720 - 1868. Mit dem in Neuenbürg gewonnenen Stahl wurden hauptsächlich
Sicheln und Sensen hergestellt.
In den Jahren von
1979 - 1985 hat die "Arbeitsgemeinschaft Neuenbürger Bergbau" in
22000
freiwilligen Arbeitsstunden die "Frischglück"-
Grube wieder begehbar gemacht. Heute ist der Besucherstollen mit insgesamt 600 m
begehbarer Strecke über drei Sohlen ein "Denkmal der alten
Arbeitswelt".
Ein geführter
Rundgang über drei Sohlen dauert ca. 45 Minuten und führt unter anderem zu
ehemaligen Abbaustellen und mineralogisch interessanten Gesteinsformationen.
Die
Führung beginnt am unteren Stollenmund, wo zunächst das Gruben - Modell erläutert
wird, und führt über drei Solen, die durch eine Wendeltreppe miteinander
verbunden sind.
Die erste Sohle zeigt schon am vorderen Schacht die
Gangstruktur. Es folgen die unteren Weitungen mit alten Abbaustellen, Spiegelflächen
und Waschbrett-Struktur.
Nach der Sicherheitsdecke stehen große Glasköpfe und Schwerspat an
. Über
eine Brücke geht es zur zweiten Sohle, wo der Kokardengang die schönste Füllung
präsentiert.
Die
Wendeltreppe bringt den weitesten Einblick in das Gangsystem.
Auf der dritten Sole geht es am 30m-Schacht vorbei zu den unter UV-Licht
fluoreszierenden Steinen. Danach geht es wieder zurück bis zum oberen
Stollenmund, der in alter Weise ausgemauert ist. Vom Haldenplatz führt ein Fußweg
durch das Felsenmeer zum Ausgangspunkt am unteren Eingang zurück.
Das Bergwerk liegt
direkt an der Verbindungsstraße zwischen Neuenbürg und dem Stadtteil
Waldrennach. Unterhalb des Stollens befindet sich ein Parkplatz, der sich auch für
Busse eignet. Von und zum Bergwerk
können auch schöne Wanderungen oder Radtouren unternommen werden. Der Frischglück"-Pfad
führt in drei Kilometern Länge vom Bergwerk zum Schloss Neuenbürg, das
derzeit saniert wird. Im Sommer 2001 wurde dort eine neue Attraktion, das Museum
im Schloss, eröffnet.
Führungen
finden an Samstagen, Sonn- und
Feiertagen von 10 bis 17 Uhr statt.
In diesem Jahr 2002 gibt es wieder erweiterte Öffnungszeiten: Von 29.
März bis 3. November ist Samstags, Sonn- und Feiertags ab 10 Uhr geöffnet.
Letzte Führung ist nach Bedarf um 17 Uhr.
Zusätzlich ist an Freitagen, die auf einen "Donnerstag-Feiertag"
folgen, von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Für angemeldete Gruppen ab 10 Personen finden auch von Mittwoch bis Freitag Führungen
statt und
können nach
vorheriger Anmeldung durch das Bergwerk geführt werden.
Montags und dienstags ist allerdings Ruhetag. Die Führungen können mit zirka
15 bis 20 Personen im Abstand von 10 Minuten erfolgen. Während der Öffnungszeiten
besteht die Möglichkeit zur Einkehr in die Stollenschänke,,. Dort sind
Erfrischungen aller Art, Kuchen und Eis sowie warme Gerichte erhältlich.
Weitere Infos bei
Arge
Bergbau
Öffnungszeiten:
Von Anfang April bis Ende Oktober
an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
10.00 - 17.00 Uhr
Zum Seitenbeginn

Eisenschmelzen im Rennofen
Die
Ausgrabungen des Landesdenkmalamtes Tübingen unter der Leitung von Dr. Guntram
Gassmann brachten 1995/96 eine Sensation ans Licht:
Schnaizteich
Ein keltisches Gewerbegebiet
In der Nähe des heutigen Besucherbergwerkes
Frischglück konnten sieben Kuppelöfen freigelegt werden. Ein bis auf
eine Höhe von ca. 65 cm erhaltener Ofen wurde in einer riskanten Bergungsaktion
vollständig ausgegraben und unter schwierigen Bedingungen geborgen. Die etwa
40 weiteren, noch im Boden befindlichen Rennöfen lassen auf ein bedeutendes frühes
Gewerbegebiet schließen. Doch wo befindet sich die dazugehörige
Siedlung? Und wer waren die Käufer des in Neuenbürg produzierten Eisens? Und:
Wurde nur Handwerkszeug aus dem Eisen hergestellt? Wie hoch lag die
durchschnittliche Eisenproduktion? Wie viel Energie musste eingesetzt werden und
wo wurde sie gewonnen? Letztere Fragen stehen im Zentrum des diesjährigen
Experiments.
Ein historisches Experiment
Im Zusammenhang mit der Bearbeitung dieser
Ergebnisse für eine museale Darstellung entstand die Idee, die keltische
Ofentechnik und Arbeitsweise experimentell zu überprüfen und die
rekonstruierten Rennöfen dauerhaft zu präsentieren.
Neuenbürg
und Waldrennach waren im Sommer 2000 Schauplatz eines ungewöhnlichen
Experiments: Aufbauend auf den sensationellen Ergebnissen der Grabung des
Landesdenkmalamtes Tübingen in den letzten Jahren rekonstruiert der Archäologe
Dr. Guntram Gassmann mehrere keltische Schmelzöfen, in denen eigens abgebautes
Eisenerz nach latènezeitlicher Technik verhüttet wurde.
Ziel der mindestens sechs Versuche war es, die durch Ausgrabungen und
wissenschaftliche Untersuchungen festgestellte Ofentechnik durch praktische
Erfahrungen nachzuvollziehen. Der Bau der Öfen begann am Montag, den 7. August.
Während der Lehm trocknet, wurde gleichzeitig im Handbetrieb das Erz
zerkleinert und für die Schmelze vorbereitet. Am darauffolgenden Samstag wurde
der Ofen erstmals in Betrieb gesetzt. Weitere Schmelzversuche gab es jeweils an
den folgenden Wochenenden bis zum 10. September.
Trotz
der Zweifel vieler Fachleute bewiesen die Ergebnisse die vorher getroffenen
Annahmen. Der Versuch wurde zum vollen Erfolg.
Zum Seitenbeginn

Zum Seitenbeginn

Wenn
man vom Buchberg aus in östlicher Richtung wandert, so kommt man auf eine
vorspringende Bergnase, die einen hervorragenden Blick ins Enztal sowohl talauf-
als auch talabwärts gewährt. Die Bergnase ist noch heute durch einen teils
verfallenen Wallgraben von der Hochebene getrennt.
Hier stand vormals die Waldenburg, deren Geschichte immer noch
im Dunkeln gehüllt ist.
Man kennt weder ihre Entstehung, nicht ihre Funktion
noch ihren Untergang und ist in vielen Dingen auf Vermutungen angewiesen.
Als
ziemlich sicher gilt jedoch, dass sie im Zuge des "Waldgangs" vom
Geschlecht der Straubenhardt-Schmalenstein erbaut wurde. Vielleicht teilte sie
auch das Schicksal der Burg Straubenhardt, was ihren Untergang betrifft. Dass
die ehemalige St.-Ägidius-Kapelle im Talgrund mit der Burg in einem engeren
Zusammenhang steht, ist ohne Zweifel.
Im Gegensatz zur Ruine Straubenhardt finden wir
auf der
Waldenburg
noch erhebliche Mauerreste. Bereits 1887 wurden bei Grabungen wichtige
Fundamente freigelegt. Damals fand man auch einen wertvollen bronzenen Leuchter,
der in die erste
Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert wurde. Er befindet sich heute im Württembergischen
Landesmuseum Stuttgart.
Die Grabungen des Burgforschers K. A. Koch im Jahr 1925 führten zwar
geschichtlich zu keiner genauen Zeitbestimmung, doch konnte auf Grund der
Ergebnisse ein ungefährer Grundriss erstellt werden. Nach diesem entwarf Koch,
der über große Erfahrung durch seine Arbeiten verfügte, ein mögliches Bild
der Burg, das, wie er selbst schreibt, natürlich nur Anhalt sein kann.
Bei den Grabarbeiten stieß man auf "viel verkohltes und angekohltes
Holz." Dies könnte darauf hindeuten, daß die Burg nicht einfach zerfallen
ist, sondern durch Brand zerstört wurde. Koch schreibt auch, dass die Dächer
mit Schindeln gedeckt waren. Auf der "Straubenhardt" die vermutlich im
gleichen Zeitabschnitt "abging", kann man dagegen heute noch leicht
viele Ziegelreste von der ehemaligen Dachdeckung finden.
Zum Seitenbeginn

Das Museum
im Schloss, das magische Museum im Schloss Neuenbürg, ist seit 30.6. 2001 eröffnet.
Seit der Entscheidung das Schloss Neuenbürg umfassend zu renovieren,
wurde auch an der Konzeption und inhaltliche Ausgestaltung des Museums unter dem
Arbeitstitel 'Regionalmuseum
Nordschwarzwald' gearbeitet. Dieses Museum ist dem gesamten
Nordschwarzwald gewidmet und stellt insbesondere die Wirtschafts-, Kultur- und
Bergbaugeschichte dar.
Seit der beeindruckenden
Vorstellung des Grobkonzeptes im Neuenbürger Gemeinderat im April 2000, wurden
die Visionen zu einem Konzept, das in den Räumen systematisch umgesetzt wurde.
Mit dem Schweizer Otto Julias
Steiner, hatte einer der führenden Museums-Experten im deutschsprachigen Raum die
Planung für das Museum übernommen.
Für Planerin Elke
Osterloh, die die Leitung des Museums übernommen hat, sowie für ihre Kollegen
Christof Müller (Bereich Forst) und Andreas Haller (Marketing) hatte nun die Zeit
der Planung ein Ende, seither wird für das Museum im Schloss die Werbetrommel gerührt,
damit die anvisierte Besucherzahl von 30 000 pro Jahr erreicht werden kann.
Das
kalte Herz...
Das ungewöhnliche
Museum im Schloss Neuenbürg erzählt mit musealen, filmischen, und künstlerischen
Mitteln Geschichte und Geschichten von Prinzen, sagenhaften Waldbewohnern und
ganz normalen Menschen. Herzstück ist das Märchen "Das kalte Herz"
von Wilhelm Hauff (1825). Das Buch dazu unter: Das
kalte Herz.
Bei der Umsetzung der Sage vom
Holländer Michel wird kräftig in die audiovisuelle Trickkiste gegriffen. In
einer 25-minütigen theatralisch-emotionalen Show, werden die 12- bis 15-köpfigen
Besuchergruppen durch die Räume geschleust, um am Ende in einem Ruheraum erst einmal durchschnaufen zu können.
Der Besucher erlebt dabei die gefährlichen Abenteuer des Kohlen-Munk-Peter,
Verführungen durch gute und böse Waldgeister, Herztransplantationen mit
ungewissem Ausgang, ein Mord und schließlich das Ende. Das Märchen führt die
Besucher tief in den schwarzen Wald und noch tiefer in die Wirtschafts- und
Mentalitätsgeschichte dieser Region. Hier liegt die eigentliche Botschaft des Märchens:
Das steinerne Herz als Bild, um auf pathogene Züge des frühen Kapitalismus
aufmerksam zu machen. Parallel dazu werden diese, hier emotional in märchenhaft-mythologischen
Bildern vermittelten Inhalte dann sachlich-konkret vorgestellt.
Mit viel Phantasie
wird mit Licht,
Ton,
Zum
schönsten Wiesengrunde
Der zweite Teil
der ständigen Ausstellung im 2. Obergeschoss steht unter dem Titel "zum
schönsten Wiesengrunde".
Der Diener Ambrosius führt die Besucher durch das verlassene
Jagdschlösschen, und gibt Auskunft zur Geschichte des Schlosses und der Rolle
Neuenbürgs als Oberamtsstadt,
die Jahrtausende alte Tradition des
Bergbaus und der Metallverarbeitung.
Mit
all diesen Zutaten wurde die
Grundlage für die Andersartigkeit des Museums gelegt. Damit das
Schloss aber tatsächlich ein Zwitter zwischen klassischen Museum und
Erlebnispark ist, gibt es auch einen ansprechenden Gastronomiebetrieb.
Das Prinzip der Vermittlung von Geschichte durch erzählte
Geschichte(n) wird auch hier beibehalten. Indem sich persönliche Erlebnisse mit
alltäglichen Objekten verbinden, heben sie sich aus der massenhaften Banalität
heraus und werden für den Besucher zum lebendigen Vermittler von
Stadtgeschichte.
Zu den
eindrucksvollsten Persönlichkeiten der jüngsten Neuenbürger Stadtgeschichte
gehört ohne Zweifel der Maler und Bildhauer Hans Ludwig Pfeiffer (1903-1999),
der 40 Jahre hier lebte und arbeitete. Seine sozialkritische Installation "Theatrum
mundi" wird am Ort seines früheren Ateliers dauerhaft zu sehen sein - und
wie schon damals die Gemüter erhitzen.
Das Regionalmuseum
ist eine Alternative zu anderen Museen. Ausgefallene Ideen, mit viel Humor
umgesetzt, sind ein Bestandteil des Museumskonzeptes.
Die Eröffnung des
Museums war am 30.Juni 2001. Die Einrichtung des Museums erfolgt mit Unterstützung
des Badischen Landesmuseums, Staatliche Schlösser und Gärten und der Stadt
Neuenbürg. Die Durchführung und Koordination oblag Frau Elke Osterloh,
Bietigheim-Bissingen. Nach der Eröffnung wurde die Trägerschaft von der Stadt
Neuenbürg übernommen.
Ein Begleitbuch mit Beiträgen zu
den Museums-Themen wurde unter der Federführung des Instituts für
Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Eberhard-
Karls-Universität erarbeitet. Dieses Buch wurde am 5.10.2001 im Rahmen einer
Veranstaltung im Fürstensaal des Schlosses vorgestellt.
Infos zum Buch:
Sönke Lorenz (Hg.),
Der Nordschwarzwald. Von der Wildnis zur Wachstumsregion, Markstein Verlag
Filderstadt
(ISBN 3-935129-01-7), 240 S., 180 überwiegend farbige Abbildungen.
Das Buch ist der Begleitband zur ständigen Ausstellung im Museum im
Schloss Neuenbürg und ist im Museumsshop im Schloss als Katalog zum Preis von
48,50 DM zu kaufen.
Die Leinenausgabe des Buches mit Schutzumschlag ist in jeder Buchhandlung
erhältlich zum Preis von 68,- DM (Einführungspreis bis 31.12.2001) oder bei
Amazon bestellen.
Öffnungszeiten des
Museums:
täglich außer Montag
Betriebspause vom 7. Januar bis zum Beginn der Faschingsferien
1. November - 30. April: 13 - 18 Uhr
1. Mai bis 31. Oktober: 10 - 18 Uhr
für Gruppen nach Voranmeldung flexibel
Anmeldung für Gruppen:
Tel.: 0 70 82 - 79 28 60
info@schloss-neuenbuerg.de
Eintrittspreise:
| Einzelticket |
|
3,50 Euro |
| Gruppen (ab 10 Personen) |
|
2,50 Euro |
| Ermäßigt (Kinder ab 4 Jahre, Schüler, Studenten, Wehr- und
Zivildienstleistende, Schwerbehinderte |
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2,- Euro / Person |
| Schulklassen |
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1,50 Euro / Person |
| Kombiticket Bergwerk |
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5,50 Euro |
| Jahreskarte für Familien |
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23,- Euro |
10% Ermässigung mit dem Landesfamilienpass. Freier Eintritt mit dem
Oberrheinischen Museumspass und ICOM-Ausweis.
Führungen
Führungen durch Schloss, Garten, Ruine und St. Georgskirche nach
Voranmeldung
(Tel. 0 70 82 79 28 60)
Dauer: 60 Minuten
Kosten: pro Führung 40.- Euro
Schulklassen
Das Museum ist auch für den Besuch von Schulklassen geeignet. Schülerinnen und
Schüler zahlen in der Gruppe den ermäßigten Eintritt von 1,50 Euro. Die
spezifische Inszenierungstechniken in den Ausstellungsräumen ersetzen die Führungen.
Wir bieten Ihnen jedoch gerne historische Führungen durch das Schloss, den
Schlossgarten, die Burgruine und die St. Georgskirche an. Die Führung dauert in
der Regel 60 Minuten und kostet pauschal 40,- Euro (inkl. MWSt.).
Spielszenen
"Kaltes Herz"
Zum Seitenbeginn

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Markantestes
und zugleich dominierendes Bauwerk
in
Waldrennach ist
der Wasserturm, der in den Jahren 1976/77
erstellt wurde. Bedingt durch die Lage des Stadtteils auf dem Höhenrücken
konnte der notwendige Wasserdruck nur durch die Erstellung des Turmes überall
gewährleistet werden. Durch die exponierte Lage des Turmes, der manchmal auch
als Aussichtsturm genutzt wird, bietet sich von der Aussichtsplattform ein
herrliches Panorama.
Direkt
am Wasserturm befindet sich ein Kneipp- Wassertretbecken, eine gute Möglichkeit
für Wanderer, die gestressten Füße zu kühlen.
Außerdem gibt es am Wasserturm noch einen wunderschönen Brunnen.
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Zum Seitenbeginn

Zum Seitenbeginn

Trotz seiner scheinbar isolierten Lage
mitten im Wald hat Waldrennach bewegte Zeiten durchlebt.
Die
früheren Kriege, so der 30jährige Krieg und die Kriege zur Zeit Ludwig
des XIV sowie die napoleonischen Feldzüge, brachten viel Unruhe und Not für
die Einwohner mit sich. In diese Zeit fällt auch ein
Ereignis, das sich zutrug, als die französischen Revolutionstruppen
um 1690 in unsere Gegend kamen. Die soll
damals sogar ein Kind zur Welt gebracht worden sein.
Eine
Gedenktafel weist darauf hin. Die Inschrift lautet:
Hier
ist geboren Gottfried Burkhardt den 1.Jänner 1796,
zur Zeit, da die Leute vor den französisschen Krigern geflohen sind.
Nachheriger Sägmüller im Größeltal.
Der Enkel: G.Schilling"
Im Neuenbürger Heimatbuch von
1928 heißt
es dazu: Vor zwanzig Jahren (1908!?) ist diese Inschrift angebracht worden.
Die Fassung deckt sich aber in keiner Hinsicht mit den geschichtlichen Tatsachen
(die Franzosen kamen ja erst im Juli 1796) und mit Recht haben sachkundige
Neuenbürger damals gegen diese Fälschung Stellung bezogen.
Der Angelstein ist heute ein beliebter
Zielpunkt für Spaziergänger und Wanderer. Er ist auf einem Wanderweg welcher
von Waldrennach nach Neuenbürg führt, nach einer Wegstrecke von ca. 1 Km zu
erreichen. Er liegt am Osthang des
556 Meter hohen Sägkopfes, einer bewaldeten Kuppe zwischen dem Enztal im Norden
und dem Grösseltal im Osten.
Zum Seitenbeginn

Auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe, zwischen der Strasse
nach Arnbach und dem Waldweg nach Gräfenhausen, befindet sich die
Schwedenschanze. Die Anlage, Erdwälle und ein umlaufender Graben, sind
gut erkennbar und eindeutig als Schanze zu identifizieren.
Der Name Schwedenschanze beruht auf der Überlieferung,
dass im Dreißigjährigen Krieg u.a. die Schweden als Feinde vor Neuenbürg
erschienen und von hier aus das Schloss beschossen haben sollen. Sichere Überlieferungen
dazu gibt es nicht. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass gerade die
protestantischen Schweden ein Schloss des protestantischen Herzog von Württemberg
beschossen haben sollen. Außerdem
ist absolut fraglich ob die damaligen Kanonen überhaupt in der Lage waren so
weit zu schießen.
Zum Seitenbeginn

(...ist in Arbeit...)
Zum Seitenbeginn

(...ist in Arbeit...)
Zum Seitenbeginn

Auf halbem Wege zur Stadt, umgeben von einem stillen
alten Friedhof liegt die St. Georgs-Kirche. Ursprünglich gehörte die äußerlich
schlichte aber sehr alte Kirche zum Schloss. Der älteste Teil ist
wahrscheinlich der Turm welcher ca. aus dem 12/13 Jahrhundert stammt.
Schon das Äußere der Kirche vermittelt Überraschendes und Rätselhaftes.
Grabsteine von Kindern und verschiedenen Einzelpersonen im Außenbereich,
mittelalterliche Fresken und Grabplatten aus vier Jahrhunderten im Inneren. Die
Geschichte der Kirche gibt noch immer Rätsel auf. Das exakte Baudatum ist nicht
bekannt, auch die Funktion der Kirche bis nach der Reformation ist nicht
zweifelsfrei geklärt. Nach der Reformation wurde die Kirche bis Anfang des 20.
Jh. als Friedhofskapelle genutzt. Der Turm diente in Kriegszeiten als Fluchtort
und Lager für Vorräte und Waffen.
Die Malereien entstanden um die Mitte des 14. Jh. (West- und Südwand) und um
1460 (Triumpfbogen). Untere Reihe: Jugend-Christ-Zyklus, beginnend mit der Verkündigung
an Maria (Mitte Südwand), endend mit der Szene des 12-jährigen Jesus im Tempel
(nördliche Westwand). Obere Reihe Südwand: Pfingsten, Marientod und Marienkrönung.
Westwand: ein figurenreiches Jüngstes Gericht mit eindrucksvollem Höllenrachen.
Triumpfbogen: Jüngstes Gericht (um 1460); im Bogen noch schwach erkennbar, von
anderer Hand gemalt, eine einfache Darstellung der sechs klugen und törichten
Jungfrauen. Chor: Christus in Segnungsgebärde, darunter Wappen, wohl Umrahmung
für ein früheres Sakramentshaus.
Im Chor und an den Außenwänden befinden sich insgesamt 23 Grabplatten. Die älteste,
1412 datiert, ist Conrad von Gültlingen, Obervogt von Neuenbürg, gewidmet. An
die letzte Bestattung in der Kirche erinnert der Stein von 1791 für den
Forstmeister Friedrich Carl Reinhard von Gaisberg. Auffallend sind die fein
gearbeiteten Steine für junge Frauen, die den großen Schmerz der Eltern ausdrücken.
Nordwand: ein farbig gefaßtes, plastisches Grabdenkmal zur Erinnerung an
Charlotte Wilhelmina Eva von Wechmar, der im Alter von 14 Jahren gestorbenen
Tochter des Oberforstmeisters von Wechmar; für ihre Schwester Elisabeth von
Brandenstein (Ostwand, im Boden eingelassen), Friederike Sophie Behr (Südwand
Außenseite).
Zur Zeit wird die St.- Georgs-Kirche innen und außen restauriert. Nach
Abschluss der Arbeiten werden dort wieder feierliche Gottesdienste, Trauungen
und auch Konzerte stattfinden.
Zum Seitenbeginn

(Kommt noch....
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