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In und um Waldrennach gibt es viele Sehenswürdigkeiten welche oftmals im verborgenen schlummern. Einige davon sind hier aufgelistet. Im Laufe der Zeit wird diese Liste weiter ausgebaut.

bulletSchloss Neuenbürg
bulletMuseum im Schloss
bulletFrischglück Grube
bulletDen Kelten auf der Spur
bulletDie Waldenburg
bulletWasserturm und Kneipp Anlage
bulletTöltbahn
bulletDer Angelstein
bulletDie Schwedenschanze
bulletDer Richtstein
bulletDas Schwabentor
bulletDie St.- Georgs- Kirche
bulletPrivates Tiergehege

 

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Das Bergwerk "Frischglück"  

Zu den wohl interessantesten Ausflugszielen unserer Gegend zählt das zwischen Waldrennach und Neuenbürg gelegene Besucher-Bergwerk "Frischglück"-Grube. 
Die Frischglück- Grube ist eines jener sagenumwobenen, alten Eisenerzbergwerke, in denen die Bergmänner in Schwerstarbeit nach Eisen geschürft haben und sie ist Teil des historischen königlich- württtembergischen Eisenerzbergwerks des Neuenbürger Gangreviers.

Schon Kelten und Römer haben hier nach Erz gegraben und Eisen geschmolzen. Seine Blütezeit erreichte der Bergbau im Neuenbürger Revier im 18. Jahrhundert. Aus dieser. Zeit sind noch viele Arbeitsspuren und Abbau-Techniken der alten Bergleute zu sehen.  In der Zeit des Mittelalters ja sogar bis in das 19. Jhdt. wurde in Neuenbürg Eisenerz abgebaut. Die Gruben wurden mit der zunehmenden Industrialisierung unwirtschaftlich, geschlossen und vergessen.

neuenbuerg_stich.gif (21125 Byte)Das Eisenerz lagert in tiefen Spalten des Buntsandsteins. Die Gänge entstanden  hier etwa zur gleichen Zeit wie die Alpen, also etwa vor 15-20 Millionen Jahren. Heiße Lösungen brachten Eisenerz und Schwerspat aus der Tiefe mit. Abgebaut wurde das Eisenerz zuletzt von 1720 - 1868. Mit dem in Neuenbürg gewonnenen Stahl wurden hauptsächlich Sicheln und Sensen hergestellt.

In den Jahren von 1979 - 1985 hat die "Arbeitsgemeinschaft Neuenbürger Bergbau" in 22000 freiwilligen Arbeitsstunden die "Frischglück"- Grube wieder begehbar gemacht. Heute ist der Besucherstollen mit insgesamt 600 m begehbarer Strecke über drei Sohlen ein "Denkmal der alten Arbeitswelt".

Ein geführter Rundgang über drei Sohlen dauert ca. 45 Minuten und führt unter anderem zu ehemaligen Abbaustellen und mineralogisch interessanten Gesteinsformationen. 

Die Führung beginnt am unteren Stollenmund, wo zunächst das Gruben - Modell erläutert wird, und führt über drei Solen, die durch eine Wendeltreppe miteinander verbunden sind.

Die erste Sohle zeigt schon am vorderen Schacht die Gangstruktur. Es folgen die unteren Weitungen mit alten Abbaustellen, Spiegelflächen und „Waschbrett“-Struktur.
Nach der Sicherheitsdecke stehen große Glasköpfe und Schwerspat an  . Über eine Brücke geht es zur zweiten Sohle, wo der Kokardengang die schönste Füllung präsentiert. Neuenbuerg Frischglueck - StollenDie Wendeltreppe bringt den weitesten Einblick in das Gangsystem. Auf der dritten Sole geht es am 30m-Schacht vorbei zu den unter UV-Licht fluoreszierenden Steinen. Danach geht es wieder zurück bis zum oberen Stollenmund, der in alter Weise ausgemauert ist. Vom Haldenplatz führt ein Fußweg durch das „Felsenmeer“ zum Ausgangspunkt am unteren Eingang zurück.

Das Bergwerk liegt direkt an der Verbindungsstraße zwischen Neuenbürg und dem Stadtteil Waldrennach. Unterhalb des Stollens befindet sich ein Parkplatz, der sich auch für Busse eignet. Von und  zum Bergwerk können auch schöne Wanderungen oder Radtouren unternommen werden. Der „Frischglück"-Pfad führt in drei Kilometern Länge vom Bergwerk zum Schloss Neuenbürg, das derzeit saniert wird. Im Sommer 2001 wurde dort eine neue Attraktion, das Museum im Schloss, eröffnet.

Führungen finden an Samstagen,  Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr statt.

In diesem Jahr 2002 gibt es  wieder erweiterte Öffnungszeiten: Von 29. März bis 3. November ist Samstags, Sonn- und Feiertags ab 10 Uhr geöffnet. Letzte Führung ist nach Bedarf um 17 Uhr.

Zusätzlich ist an Freitagen, die auf einen "Donnerstag-Feiertag" folgen, von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Für angemeldete Gruppen ab 10 Personen finden auch von Mittwoch bis Freitag Führungen statt und
können nach vorheriger Anmeldung durch das Bergwerk geführt werden. Montags und dienstags ist allerdings Ruhetag. Die Führungen können mit zirka 15 bis 20 Personen im Abstand von 10 Minuten erfolgen. Während der Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit zur Einkehr in die „Stollenschänke,,. Dort sind Erfrischungen aller Art, Kuchen und Eis sowie warme Gerichte erhältlich.

Weitere Infos bei Arge Bergbau 

Öffnungszeiten:
Von Anfang April bis Ende Oktober
an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
10.00 - 17.00 Uhr

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Den Kelten auf der Spur

Eisenschmelzen im Rennofen

Neuenbuerg, Keltischer RennofenDie Ausgrabungen des Landesdenkmalamtes Tübingen unter der Leitung von Dr. Guntram Gassmann brachten 1995/96 eine Sensation ans Licht:

Schnaizteich Ein keltisches Gewerbegebiet

In der Nähe des heutigen Besucherbergwerkes Frischglück“ konnten sieben Kuppelöfen freigelegt werden. Ein bis auf eine Höhe von ca. 65 cm erhaltener Ofen wurde in einer riskanten Bergungsaktion vollständig ausgegraben und unter schwierigen Bedingungen geborgen. Die etwa 40 weiteren, noch im Boden befindlichen Rennöfen lassen auf ein bedeutendes frühes  „Gewerbegebiet“ schließen. Doch wo befindet sich die dazugehörige Siedlung? Und wer waren die Käufer des in Neuenbürg produzierten Eisens? Und: Wurde nur Handwerkszeug aus dem Eisen hergestellt? Wie hoch lag die durchschnittliche Eisenproduktion? Wie viel Energie musste eingesetzt werden und wo wurde sie gewonnen? Letztere Fragen stehen im Zentrum des diesjährigen Experiments.

Ein historisches Experiment

Im Zusammenhang mit der Bearbeitung dieser Ergebnisse für eine museale Darstellung entstand die Idee, die keltische Ofentechnik und Arbeitsweise experimentell zu überprüfen und die rekonstruierten Rennöfen dauerhaft zu präsentieren.

Neuenbürg und Waldrennach waren im Sommer 2000 Schauplatz eines ungewöhnlichen Experiments: Aufbauend auf den sensationellen Ergebnissen der Grabung des Landesdenkmalamtes Tübingen in den letzten Jahren rekonstruiert der Archäologe Dr. Guntram Gassmann mehrere keltische Schmelzöfen, in denen eigens abgebautes Eisenerz nach latènezeitlicher Technik verhüttet wurde.

Ziel der mindestens sechs Versuche war es, die durch Ausgrabungen und wissenschaftliche Untersuchungen festgestellte Ofentechnik durch praktische Erfahrungen nachzuvollziehen. Der Bau der Öfen begann am Montag, den 7. August. Während der Lehm trocknet, wurde gleichzeitig im Handbetrieb das Erz zerkleinert und für die Schmelze vorbereitet. Am darauffolgenden Samstag wurde der Ofen erstmals in Betrieb gesetzt. Weitere Schmelzversuche gab es jeweils an den folgenden Wochenenden bis zum 10. September.

Trotz der Zweifel vieler Fachleute bewiesen die Ergebnisse die vorher getroffenen Annahmen. Der Versuch wurde zum vollen Erfolg.

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Das Schloss 

 

Schloss Neuenbuerg Der Schlossberg mit den beiden "Bergschlössern", einer gotischen Kapelle, dem beschaulichen Schlossgarten und einem an  botanischen Raritäten reichen Schlosswald ist ein landschaftlich schönes und historisch überaus wertvolles Kleinod Neuenbürgs. In einer heute nur noch selten zu sehenden Gesamtanlage finden sich auf dem Schlossberg Spuren aus allen Zeiten. Keltische Funde verweisen auf den Jahrtausende alten Bergbau in Neuenbürg.  Schloss Neuenbuerg
Burg Neuenbuerg Im Hochmittelalter wurde die vordere Burg (das heutige Schloss) gebaut und mit einem Bergfried gesichert.  Im Osten ergänzte das "hintere Schloss" (heute Ruine) mit Zwinger und Ringwall die Befestigung. In meiner Jugendzeit war die Ruine für uns Kinder ein wunderbarer Abenteuerspielplatz. Burg Neuenbuerg
06300030.JPG (212048 Byte) In der Ruine befindet sich heute eine wild-romantische Grillstelle. Herzog Christoph ließ das vordere Schloss um 1550 zu einem repräsentativen Fürstensitz umbauen. Es entstand eine dreiflügelige Anlage auf trapezförmigem Grundriss.  
06300037.JPG (227726 Byte) Unter der Bauleitung  des herzoglichen Baumeisters Heinrich Schickhardt wurde um 1608 die Bergkuppe zwischen dem vorderen und dem hinteren Schloss abgetragen und ein "Lustgarten" geschaffen. 
Der heutige Schlossgarten ist der schönste und romantischte Festplatz den ich kenne. Die Westfassade mit seinem barocken Prunkportal entstand 1658.
 
06300038.JPG (194139 Byte)
Schloss Neuenbuerg Der  dreiseitige Schlosshof mit Brunnen, Freitreppe und zwei  Treppentürmen bietet einen idealen Raum für Veranstaltungen. Das 1572 zum Fruchtspeicher umgebaute, wohl im Spätmittelalter erbaute und befestigte Vorwerk östlich des Gartens wurde nach etwa 100 Jahren aufgegeben und ist seither Ruine. Schloss Neuenbuerg
Schlossberg Neuenbuerg

Bis zur Auflösung der württembergischen Obervogteien 1755 diente das Schloss als Sitz

Im 2. OG  Nordflügel befindet sich das Museum im Schloss. Hier können die Besucher in einer spannungsgeladenen Inszenierung die Abenteuer des Kohlen-Munk-Peter mit sagenumwobenen Waldgeistern und damit ein Stück Geschichte des Nordschwarzwaldes durchleben. Daran schließt sich - ebenfalls multimedial und interaktiv - die Geschichte des Schlosses und der Stadt Neuenbürg an. Provozierende und nachdenkliche Kunstinstallationen von Hans Ludwig Pfeiffer (1903- 1999) geben Einblicke in das Werk des bekannten Malers und Bildhauers. Im 1. OG Südflügel behält das Forstamt seine Amtsräume und sorgt damit für die Fortsetzung einer jahrhundertelangen Nutzungstradition. Das Forstamt führt übrigens den Terminkalender für die romantische Grillstelle in der Ruine.

Schloss Restaurant Neuenbuerg Neu im Schloss ist das im Erdgeschoss eingerichtete Restaurant. Neben dem normalen Gaststättenbetrieb sind hier auch grössere Feste möglich.  Schloss Restaurant Neuenbuerg

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Die Waldenburg

Sehens2.gif (22544 Byte)Wenn man vom Buchberg aus in östlicher Richtung wandert, so kommt man auf eine vorspringende Bergnase, die einen hervorragenden Blick ins Enztal sowohl talauf- als auch talabwärts gewährt. Die Bergnase ist noch heute durch einen teils verfallenen Wallgraben von der Hochebene getrennt.

Hier stand vormals die Waldenburg, deren Geschichte immer noch im  Dunkeln gehüllt ist.  Man kennt weder ihre Entstehung, nicht ihre Funktion  noch ihren Untergang und ist in vielen Dingen auf Vermutungen angewiesen. 

Als ziemlich sicher gilt jedoch, dass sie im Zuge des "Waldgangs" vom Geschlecht der Straubenhardt-Schmalenstein erbaut wurde. Vielleicht teilte sie auch das Schicksal der Burg Straubenhardt, was ihren Untergang betrifft. Dass die ehemalige St.-Ägidius-Kapelle im Talgrund mit der Burg in einem engeren Zusammenhang steht, ist ohne Zweifel.

Im Gegensatz zur Ruine Straubenhardt finden wir Bild3.jpg (80221 Byte) auf der Waldenburg noch erhebliche Mauerreste. Bereits 1887 wurden bei Grabungen wichtige Fundamente freigelegt. Damals fand man auch einen wertvollen bronzenen Leuchter, der in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert wurde. Er befindet sich heute im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart.

Die Grabungen des Burgforschers K. A. Koch im Jahr 1925 führten zwar geschichtlich zu keiner genauen Zeitbestimmung, doch konnte auf Grund der Ergebnisse ein ungefährer Grundriss erstellt werden. Nach diesem entwarf Koch, der über große Erfahrung durch seine Arbeiten verfügte, ein mögliches Bild der Burg, das, wie er selbst schreibt, natürlich nur Anhalt sein kann.

Bei den Grabarbeiten stieß man auf "viel verkohltes und angekohltes Holz." Dies könnte darauf hindeuten, daß die Burg nicht einfach zerfallen ist, sondern durch Brand zerstört wurde. Koch schreibt auch, dass die Dächer mit Schindeln gedeckt waren. Auf der "Straubenhardt" die vermutlich im gleichen Zeitabschnitt "abging", kann man dagegen heute noch leicht viele Ziegelreste von der ehemaligen Dachdeckung finden.

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Museum im Schloss

Das Museum im Schloss, das magische Museum im Schloss Neuenbürg, ist seit 30.6. 2001 eröffnet. Seit der Entscheidung das Schloss Neuenbürg umfassend zu renovieren,  wurde auch an der Konzeption und inhaltliche Ausgestaltung des Museums unter dem Arbeitstitel  'Regionalmuseum Nordschwarzwald'  gearbeitet.  Dieses Museum ist dem gesamten Nordschwarzwald gewidmet und stellt insbesondere die Wirtschafts-, Kultur- und Bergbaugeschichte dar.
Seit der beeindruckenden Vorstellung des Grobkonzeptes im Neuenbürger Gemeinderat im April 2000, wurden die Visionen zu einem Konzept, das in den Räumen systematisch umgesetzt wurde. Mit dem Schweizer Otto Julias Steiner, hatte einer der führenden Museums-Experten im deutschsprachigen Raum die Planung für das Museum übernommen.

Für Planerin Elke Osterloh, die die Leitung des Museums übernommen hat, sowie für ihre Kollegen Christof Müller (Bereich Forst) und Andreas Haller (Marketing) hatte nun die Zeit der Planung ein Ende, seither wird für das Museum im Schloss die Werbetrommel gerührt, damit die anvisierte Besucherzahl von 30 000 pro Jahr erreicht werden kann.

Das kalte Herz...

Das ungewöhnliche Museum im Schloss Neuenbürg erzählt mit musealen, filmischen, und künstlerischen Mitteln Geschichte und Geschichten von Prinzen, sagenhaften Waldbewohnern und ganz normalen Menschen. Herzstück ist das Märchen "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff (1825). Das Buch dazu unter: Das kalte Herz.
Bei der Umsetzung der Sage vom Holländer Michel wird kräftig in die audiovisuelle Trickkiste gegriffen. In einer 25-minütigen „theatralisch-emotionalen Show“, werden die 12- bis 15-köpfigen Besuchergruppen durch die Räume geschleust, um am Ende in einem Ruheraum erst einmal durchschnaufen zu können.
Der Besucher erlebt dabei die gefährlichen Abenteuer des Kohlen-Munk-Peter,  Verführungen durch gute und böse Waldgeister, Herztransplantationen mit ungewissem Ausgang, ein Mord und schließlich das Ende. Das Märchen führt die Besucher tief in den schwarzen Wald und noch tiefer in die Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte dieser Region. Hier liegt die eigentliche Botschaft des Märchens: Das steinerne Herz als Bild, um auf pathogene Züge des frühen Kapitalismus aufmerksam zu machen. Parallel dazu werden diese, hier emotional in märchenhaft-mythologischen Bildern vermittelten Inhalte dann sachlich-konkret vorgestellt. 

Mit viel Phantasie wird mit Licht, Ton,

Zum schönsten Wiesengrunde

Der zweite Teil der ständigen Ausstellung im 2. Obergeschoss steht unter dem Titel "zum schönsten Wiesengrunde".
Der Diener Ambrosius führt die Besucher durch das verlassene Jagdschlösschen, und gibt Auskunft zur Geschichte des Schlosses und der Rolle Neuenbürgs als Oberamtsstadt, die Jahrtausende alte Tradition des Bergbaus und der Metallverarbeitung.

Mit all diesen Zutaten wurde die Grundlage für die Andersartigkeit des Museums gelegt. Damit das Schloss aber tatsächlich ein Zwitter zwischen klassischen Museum und Erlebnispark ist, gibt es auch einen ansprechenden Gastronomiebetrieb.  

Das Prinzip der Vermittlung von Geschichte durch erzählte Geschichte(n) wird auch hier beibehalten. Indem sich persönliche Erlebnisse mit alltäglichen Objekten verbinden, heben sie sich aus der massenhaften Banalität heraus und werden für den Besucher zum lebendigen Vermittler von Stadtgeschichte.

Zu den eindrucksvollsten Persönlichkeiten der jüngsten Neuenbürger Stadtgeschichte gehört ohne Zweifel der Maler und Bildhauer Hans Ludwig Pfeiffer (1903-1999), der 40 Jahre hier lebte und arbeitete. Seine sozialkritische Installation "Theatrum mundi" wird am Ort seines früheren Ateliers dauerhaft zu sehen sein - und wie schon damals die Gemüter erhitzen.

Das Regionalmuseum ist eine Alternative zu anderen Museen. Ausgefallene Ideen, mit viel Humor umgesetzt, sind ein Bestandteil des Museumskonzeptes.

Die Eröffnung des Museums war am 30.Juni 2001. Die Einrichtung des Museums erfolgt mit Unterstützung des Badischen Landesmuseums, Staatliche Schlösser und Gärten und der Stadt Neuenbürg. Die Durchführung und Koordination oblag Frau Elke Osterloh, Bietigheim-Bissingen. Nach der Eröffnung wurde die Trägerschaft von der Stadt Neuenbürg übernommen.

Ein Begleitbuch mit Beiträgen zu den Museums-Themen wurde unter der Federführung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Eberhard- Karls-Universität erarbeitet. Dieses Buch wurde am 5.10.2001 im Rahmen einer Veranstaltung im Fürstensaal des Schlosses vorgestellt.

Infos zum Buch:

Sönke Lorenz (Hg.),
Der Nordschwarzwald. Von der Wildnis zur Wachstumsregion, Markstein Verlag Filderstadt
(ISBN 3-935129-01-7), 240 S., 180 überwiegend farbige Abbildungen.
Das Buch ist der Begleitband zur ständigen Ausstellung im Museum im Schloss Neuenbürg und ist im Museumsshop im Schloss als Katalog zum Preis von 48,50 DM zu kaufen.
Die Leinenausgabe des Buches mit Schutzumschlag ist in jeder Buchhandlung erhältlich zum Preis von 68,- DM (Einführungspreis bis 31.12.2001) oder bei Amazon bestellen.

Der Nordschwarzwald, Von der Wildnis zur...  Das kalte Herz.

Öffnungszeiten des Museums:  

täglich außer Montag

Betriebspause vom 7. Januar bis zum Beginn der Faschingsferien

1. November - 30. April: 13 - 18 Uhr
1. Mai bis 31. Oktober: 10 - 18 Uhr

für Gruppen nach Voranmeldung flexibel
Anmeldung für Gruppen:
Tel.: 0 70 82 - 79 28 60
info@schloss-neuenbuerg.de

Eintrittspreise:

Einzelticket   3,50 Euro
Gruppen (ab 10 Personen)   2,50 Euro
Ermäßigt (Kinder ab 4 Jahre, Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende, Schwerbehinderte   2,- Euro / Person
Schulklassen   1,50 Euro / Person
Kombiticket Bergwerk   5,50 Euro
Jahreskarte für Familien   23,- Euro

10% Ermässigung mit dem Landesfamilienpass. Freier Eintritt mit dem Oberrheinischen Museumspass und ICOM-Ausweis.

Führungen
Führungen durch Schloss, Garten, Ruine und St. Georgskirche nach Voranmeldung 
(Tel. 0 70 82 – 79 28 60)
Dauer: 60 Minuten
Kosten: pro Führung 40.- Euro

Schulklassen
Das Museum ist auch für den Besuch von Schulklassen geeignet. Schülerinnen und Schüler zahlen in der Gruppe den ermäßigten Eintritt von 1,50 Euro. Die spezifische Inszenierungstechniken in den Ausstellungsräumen ersetzen die Führungen. Wir bieten Ihnen jedoch gerne historische Führungen durch das Schloss, den Schlossgarten, die Burgruine und die St. Georgskirche an. Die Führung dauert in der Regel 60 Minuten und kostet pauschal 40,- Euro (inkl. MWSt.).
Spielszenen "Kaltes Herz"

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Der Wasserturm 

Turm.jpg (97108 Byte)

Markantestes und zugleich dominierendes Bauwerk in  Waldrennach ist der Wasserturm, der in den Jahren 1976/77 erstellt wurde. Bedingt durch die Lage des Stadtteils auf dem Höhenrücken  konnte der notwendige Wasserdruck nur durch die Erstellung des Turmes überall gewährleistet werden. Durch die exponierte Lage des Turmes, der manchmal auch als Aussichtsturm genutzt wird, bietet sich von der  Aussichtsplattform ein herrliches Panorama.

Direkt am Wasserturm befindet sich ein Kneipp- Wassertretbecken, eine gute Möglichkeit für Wanderer, die gestressten Füße zu kühlen.

Außerdem gibt es am Wasserturm noch einen wunderschönen Brunnen.

Brunnen.jpg (163374 Byte)

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Die Töltbahn

Pferd1.JPG (218879 Byte)

Die Töltbahn am Wasserturm dient dem RVI Waldrennach als Übungs- und Turnierplatz. Mindestens einmal im Jahr findet hier ein grosses Turnier mit sehr vielen Teilnehmern statt. 

Pferd3.jpg (47773 Byte)
Pferd6.jpg (56714 Byte) Ein verlängertes Wochenende lang ist dann rund um den Wasserturm buntes und heftiges Leben. Die meisten Teilnehmer übernachten in Zelten oder im Campingwagen. Die Bilder vermitteln davon nur einen sehr kleinen Eindruck. Pferd4.jpg (48187 Byte)

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Der Angelstein

Trotz seiner scheinbar isolierten Lage mitten im Wald hat Waldrennach bewegte Zeiten durchlebt.

Angelstein.jpg (56625 Byte)Die früheren Kriege, so der 30jährige Krieg und die Kriege zur Zeit Ludwig des XIV sowie die napoleonischen Feldzüge, brachten viel Unruhe und Not für die Einwohner mit sich. In diese Zeit fällt auch ein Ereignis, das sich zutrug, als die französischen Revolutionstruppen um 1690 in unsere Gegend kamen. Die soll damals sogar ein Kind zur Welt gebracht worden sein. Eine

Gedenktafel weist darauf hin. Die Inschrift lautet:

„Hier ist geboren Gottfried Burkhardt den 1.Jänner 1796,
zur Zeit, da die Leute vor den französisschen Krigern geflohen sind.
Nachheriger Sägmüller im Größeltal.
Der Enkel: G.Schilling"

Im Neuenbürger Heimatbuch von 1928 heißt es dazu: „Vor zwanzig Jahren (1908!?) ist diese Inschrift angebracht worden. Die Fassung deckt sich aber in keiner Hinsicht mit den geschichtlichen Tatsachen (die Franzosen kamen ja erst im Juli 1796) und mit Recht haben sachkundige Neuenbürger damals gegen diese Fälschung Stellung bezogen”.

Der Angelstein ist heute ein beliebter Zielpunkt für Spaziergänger und Wanderer. Er ist auf einem Wanderweg welcher von Waldrennach nach Neuenbürg führt, nach einer Wegstrecke von ca. 1 Km zu erreichen.  Er liegt am Osthang des 556 Meter hohen Sägkopfes, einer bewaldeten Kuppe zwischen dem Enztal im Norden und dem Grösseltal im Osten.

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Die Schwedenschanze 

Auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe, zwischen der Strasse nach Arnbach und dem Waldweg nach Gräfenhausen, befindet sich die Schwedenschanze. Die ‚Anlage’, Erdwälle und ein umlaufender Graben, sind gut erkennbar und eindeutig als Schanze zu identifizieren.

Der Name Schwedenschanze beruht auf der Überlieferung, dass im Dreißigjährigen Krieg u.a. die Schweden als Feinde vor Neuenbürg erschienen und von hier aus das Schloss beschossen haben sollen. Sichere Überlieferungen dazu gibt es nicht. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass gerade die protestantischen Schweden ein Schloss des protestantischen Herzog von Württemberg beschossen haben sollen.  Außerdem ist absolut fraglich ob die damaligen Kanonen überhaupt in der Lage waren so weit zu schießen. 

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Der Richtstein

(...ist in Arbeit...)

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Das Schwabentor

(...ist in Arbeit...)

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Die St.- Georgs- Kirche

Auf halbem Wege zur Stadt, umgeben von einem stillen alten Friedhof liegt die St. Georgs-Kirche. Ursprünglich gehörte die äußerlich schlichte aber sehr alte Kirche zum Schloss. Der älteste Teil ist wahrscheinlich der Turm welcher ca. aus dem 12/13 Jahrhundert stammt.  Schon das Äußere der Kirche vermittelt Überraschendes und Rätselhaftes.  Grabsteine von Kindern und verschiedenen Einzelpersonen im Außenbereich, mittelalterliche Fresken und Grabplatten aus vier Jahrhunderten im Inneren. Die Geschichte der Kirche gibt noch immer Rätsel auf. Das exakte Baudatum ist nicht bekannt, auch die Funktion der Kirche bis nach der Reformation ist nicht zweifelsfrei geklärt. Nach der Reformation wurde die Kirche bis Anfang des 20. Jh. als Friedhofskapelle genutzt. Der Turm diente in Kriegszeiten als Fluchtort und Lager für Vorräte und Waffen.

Die Malereien entstanden um die Mitte des 14. Jh. (West- und Südwand) und um 1460 (Triumpfbogen). Untere Reihe: Jugend-Christ-Zyklus, beginnend mit der Verkündigung an Maria (Mitte Südwand), endend mit der Szene des 12-jährigen Jesus im Tempel (nördliche Westwand). Obere Reihe Südwand: Pfingsten, Marientod und Marienkrönung. Westwand: ein figurenreiches Jüngstes Gericht mit eindrucksvollem Höllenrachen. Triumpfbogen: Jüngstes Gericht (um 1460); im Bogen noch schwach erkennbar, von anderer Hand gemalt, eine einfache Darstellung der sechs klugen und törichten Jungfrauen. Chor: Christus in Segnungsgebärde, darunter Wappen, wohl Umrahmung für ein früheres Sakramentshaus.

Im Chor und an den Außenwänden befinden sich insgesamt 23 Grabplatten. Die älteste, 1412 datiert, ist Conrad von Gültlingen, Obervogt von Neuenbürg, gewidmet. An die letzte Bestattung in der Kirche erinnert der Stein von 1791 für den Forstmeister Friedrich Carl Reinhard von Gaisberg. Auffallend sind die fein gearbeiteten Steine für junge Frauen, die den großen Schmerz der Eltern ausdrücken. Nordwand: ein farbig gefaßtes, plastisches Grabdenkmal zur Erinnerung an Charlotte Wilhelmina Eva von Wechmar, der im Alter von 14 Jahren gestorbenen Tochter des Oberforstmeisters von Wechmar; für ihre Schwester Elisabeth von Brandenstein (Ostwand, im Boden eingelassen), Friederike Sophie Behr (Südwand Außenseite).

Zur Zeit wird die St.- Georgs-Kirche innen und außen restauriert. Nach Abschluss der Arbeiten werden dort wieder feierliche Gottesdienste, Trauungen und auch Konzerte stattfinden.

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Privates Tiergehege

(Kommt noch....

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