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Waldrennach
Neuenbürg
Das malerische Städtchen Neuenbürg,
Das Stadtgebiet ist das Zentrum eines großen Reviers von Eisenerzgängen, in
dem bis 1868 Bergbau betrieben wurde. Es war damals mit der weitbekannten
Sensenfabrik Haueisen und Sohn und dem riesigen Rotenbach-Sägewerk ein
Mittelpunkt der alten Arbeitswelt. Aber als würdiges Oberamtsstädtchen war
Neuenbürg auch der lokale Verwaltungsmittelpunkt ! Älteste Bodenfunde deuten auf eine erste Besiedlung des Neuenbürger Schlossbergs bereits um 2000 v. Chr. hin. Im Zuge der Besiedelung des Nordschwarzwalds (11./12. Jahrhundert) wurde die "Neue Burg" (Novum Castrum) erbaut. Mit dem Bau der Burg entstand im Tal, im Bereich des heutigen Stadtgebiets eine Siedlung, die im Jahr 1219 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Ort wurde im Jahr 1274 mit Mauern umgeben und zur Stadt erhoben. Durch kaiserliches Privileg erhielt die Stadt das Recht auf 2 Jahrmärkte und einen Wochenmarkt. 1320 kam die Stadt in württembergischen Besitz und wurde um 1420 zu einer württembergischen Obervogtei erhoben. Durch den Sitz der Obervogtei, durch Aufblühen von Handel und Gewerbe und durch die Lage zu Baden war das Amt Neuenbürg zugleich Zollgrenzbezirk. Das Alte Schloss, eigentlich eine Burg, war Herzog Christoph zu bescheiden. Er baute sich 1553 das Neue Schloss. In dem ist heute das Forstamt untergebracht. Im Moment wird das Schloss generalsaniert und ausgebaut, so dass u.a. ein Reginalmuseum und auch ein Restaurantbetrieb untergebracht werden können. Aus der Obervogtei Neuenbürg
hat sich Anfang des 19. Jahrhunderts das spätere Oberamt entwickelt. Die
Stadt war von diesem Zeitpunkt an bis 1938 Verwaltungsmittelpunkt im nördlichen
württembergischen Teil des Schwarzwalds. In Neuenbürg war der Sitz der Behörden
und die weiterführenden Schulen, zudem ging von Neuenbürg die ärztliche
Versorgung des Umlandes aus. Zum Oberamt Neuenbürg gehörten 35 Gemeinden, von
der Fläche her, war es ein mittelgroßer Oberamtsbezirk im Königreich
Württemberg. Nach der Auflösung der Oberämter im Jahr 1938 kam der gesamte
Bereich zum Landkreis Calw. In der
St.- Georgs- Kirche (auf halber Höhe des Schlossberges) befindet sich ein sehr schöner
Freskenzyklus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts mit Darstellungen der Jugend
Christi, der Marienkrönung und des Todes der Maria. Der Wald, der Schloss und Burgruine
umgibt, ist prächtig. Neben vielen alten und großen einheimischen Bäumen wachsen
auch exotische Pflanzen, die hier angesiedelt wurden. Es gibt zahlreiche
Spazierwege. Südöstlich von Neuenbürg, an der Straße nach Waldrennach, liegt das Besuchsbergwerk Frischglück - eine alte Eisenerz-Grube. Seit Jahren ein Besuchermagnet besonderer Art. Vieles ist vergangen, das malerische Städtchen ist geblieben. Mit dem
Schlossberg, seinem Flussbogen, den Uferwegen, den Treppchen und Steigen,
Gärtchen und Halden ist es von jedem Standpunkt aus ein erfreulicher Anblick,
eine Augenweide ringsum. Ein lohnendes Wanderziel allemal ! Seit 1973 ist die Stadt Neuenbürg
dem Enzkreis zugeordnet. Die heutige Stadt Neuenbürg mit den drei Stadtteilen
Arnbach, Dennach und Waldrennach entstand mit der
Gemeindereform zum 1. Januar 1975.
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